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Sedona: Long Canyon Trail #122

Was macht ihr unmittelbar vor einem Rennen? Es gibt Läufer, die legen einfach ihre Beine hoch und ruhen sich aus. Ich kann das nicht. Was spricht schon gegen einen lockeren Dauerlauf, richtig? Am Samstag laufe ich den Zane Grey 50 in Arizona und in dieser Gegend kann ich einfach nicht still sitzen, sondern muss raus.

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Nach meiner Ankunft in Phoenix fahre ich weiter nach Sedona. Das hat den praktischen Vorteil, dass die Lebensmittel im Auto nicht täglich mehrfach ultrahocherhitzt werden, denn Sedona liegt auf über 1300 Metern Höhe und ist wesentlich kühler und überschaubarer als Phoenix. Sedona ist bekannt für seine roten Sandsteinformationen, die damit verbundenen Outdooraktivitäten, Kunst und Spiritualität.

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Long Canyon Trail

Karten und aktuelle Informationen zur Umgebung erhaltet ihr von der Touristen-Information direkt im Ortskern. Etwa zwei Meilen außerhalb beginnt der Long-Canyon-Trail, für mich der Trail der Wahl. Parken könnt ihr am der Straßenrand in der Nähe des Trailheads. Den Trailhead findet ihr vielleicht mit einer der Skizzen, sicher aber mit einem GPS-Gerät und aktueller Karte. Der Trail selbst ist gut beschildert.

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Die Beschreibung ist leicht: Vom Start lauft ihr etwa sieben Kilometer leicht bergauf in den Canyon hinein. Zu beiden Seiten verengt sich der Canyon zusehends, Blumen verzieren den Pfad und mächtige Sandsteinwände ragen empor — ein Traum. Der Trail schlängelt sich allmählich dahin und wird gegen Ende etwas schmaler. Gerade als die Schlucht richtig eng wurde, lief ich direkt in eine Herde Wildschweine. Nicht nur die Schweine waren sichtlich genervt. Am Ende des Canyons dreht ihr einfach um und lauf die gleiche Strecke zurück. Die Wildschweine fanden das zweite Treffen gar nicht lustig.

Daten zum Trail findet ihr auf Strava.

Übernachten könnt ihr auf einem der nahegelegenen Campingplätze oder in den Motels/Hotels vor Ort. Vorsicht: Im April kann es nachts noch kalt werden, ich hatte morgens ganze zwei Grad Celsius.

Deutsches Haus – UTMB 2013

Deutsches Haus

Erstmals habe ich mit Judy dieses Jahr das Deutsche Haus in Chamonix organisiert und damit einen zentralen Treffpunkt für deutschsprachige Athleten und deren Freunde und Familien geschaffen. Die bunt gemischte Hausbesatzung aus Deutschen, Franzosen, einem Polen, einer Chinesin, einer Kanadierin und vier Bayern wohnte die gesamte Wettkampfwoche in Chamonix und bereitete sich bis zur letzten Minute gewissenhaft auf die Wettkämpfe vor. Neben gemeinsamen Läufen und Filmabenden standen eine Gletscherwanderung auf dem Mer de Glace und ein gemeinsamer Akklimatisierungsausflug auf die Aiguille du Midi (3842m) auf dem Programm.

Unter den Bewohnern waren Teilnehmer des CCC, PTL und UTMB vertreten, außerdem besuchten uns viele bekannte Gesichter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. So konnten alte Hasen mit jungen Füchsen über Ernährung, Training und Wettkampfbekleidung fachsimpeln und dabei die eine oder andere neue Bekanntschaft schließen. Am Mittwochabend und am Donnerstagnachmittag lud das Haus offiziell zu Veranstaltungen ein: Der RacingThePlanet-Abend und die Patagonia Pasta Party waren ein voller Erfolg! Zusammen bereiteten wir Hausbewohner Berge von Pasta zu, dekorierten Käseplatten, backten leckeren Kuchen und bewirteten unsere Gäste mit deutschem Bier der Marke Erdinger Alkoholfrei. Küchenchef Jan war gänzlich in seinem Element und kochte wie in alten Zeiten, als er noch auf einer Berghütte als Koch gearbeitet hatte und das, obwohl er am nächsten Morgen beim CCC starten sollte. Aufgrund der zahlreichen Besuche platzte das Deutsche Haus schnell aus allen Nähten, doch dank Kaiserwetter wichen die Gäste in unseren Garten mit Mont-Blanc-Panorama aus. Im Laufe der Woche nahm die Zahl der roten Finisherwesten in den Gassen der Stadt stets zu und wir zählten am Ende allein sieben Stück im Haus. Wir freuen uns, einen Teil zum Erfolg dieses Abenteuers UTMB beigetragen zu haben. Bis ins nächste Jahr!



Weitere Berichte zum Haus findet ihr hier:


Herzlichen Dank für die Unterstützung durch: